Unterstützung für Mehrafza
Mehrafza kam im Februar 2002 als 4. und jüngstes Kind eines Offiziers, der am Flughafen Baghram/Afghanistan arbeitete, zur Welt. Als das Kind 40 Tage alt war, kamen Taliban zu dem Vater nach Hause und setzten ihn unter Druck, die Zusammenarbeit mit den westlichen Staaten und hier den Amerikanern am Flughafen Baghram zu beenden. Um ihre Drohung gegen den Vater und die Familie zu unterstreichen, brachen sie dem Säugling den linken Unterschenkel. Der Vater wurde in der Folgezeit weiter unter Druck gesetzt und gefoltert und nahm sich zwei Jahre später das Leben. Zurück blieb die Familie mit den Kindern. Damals wurde in Afghanistan versucht, Mehrafza zu operieren. Mit katastrophalen Folgen: ein Viertel des Beckens fehlt, der Hüftkopf steht völlig verändert in der Pfanne.
2007 kam Mehrafza mit der Luftbrücke nach Deutschland. Eine Metallplatte scheuerte unter der Haut, schimmerte bereits durch. In Schleswig-Holstein angekommen, folgten gleich vier Operationen an der Lübecker Uni-Klinik. So wurden Knochenzellen angelagert, um zum Knochen auszuhärten. Das ist leider nicht erfolgreich gewesen. Nun wird ein Fixateur nach Ilisarow angebracht. Hier soll das Fragment nach unten hin wachsen und Anschluss an das Sprunggelenk bekommen. Mehrafza wird noch mehrfach operiert werden müssen. Sie lebt als Gastkind bei Heike und Jens Untiedt in der Nähe von Lübeck und soll im Sommer eingeschult werden.
Um der Kleinen endlich ein schmerzfreies Leben ohne Rollstuhl zu ermöglichen, sind mehr als 20.000 Euro exklusive der Kosten von Operationen durch RobinAid-Ärzte erfolrderlich.
Bislang hat Jens Untiedt die Versorgung des Mädchens aus eigener Tasche finanziert: „Ich fahre außerhalb der Arbeitszeit im Notarztwagen und setze das verdiente Geld ein, um Mehrafza zu helfen“, sagt er. Doch so schwer es ihm fällt: Allein schafft er das nicht mehr.
Spenden an RobinAid:
Stichwort Mehrafza
Bank für Sozialwirtschaft
Konto-Nr.: 946 00 00
Bankleitzahl: 251 205 10
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