Stiftung RobinAid entsendet Harburger Apotheker nach Kabul

Hamburg, 14. Dezember 2009 – „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist einer der Grundsätze der Hamburger Stiftung RobinAid, die schwerst kranken und lebensgefährlich verletzten Kindern in Afghanistan hilft. Unter diesem Motto steht auch der Einsatz des Harburger Apothekers Jamal Said: Am 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) wird er im Auftrag von RobinAidfür zehn Tage nach Kabul fliegen und im „French Medical Institute for Children“ (FMIC) arbeiten. Er nimmt eigenes Wissen und Erfahrung, gespendete Geräte und Medikamente mit.


RobinAid, die „Brücke der Hoffnung“, betreibt dieses Kinderkrankenhaus zusammen mit ihrer französischen Schwesterorganisation „La chaîne de l `espoir“, der „Kette der Hoffnung“. Der 54-jährige aus der Harburger Rotehaus-Apotheke ist Mitglied des Medical Board von RobinAid, stammt aus Afghanistan, lebt aber seit 30 Jahren in Deutschland. Das FMIC ist eine Hightech-Klinik, die ihre Patienten auf europäischem Niveau versorgt und sich fast ausschließlich aus Spenden finanziert. Said: „Ich werde die Krankenhausapotheker und Ärzte schulen und in die Bereiche der klinischen Pharmazie einführen.“ Er vermittelt somit - als Hilfe zur Selbsthilfe - Kenntnisse, die dem Betrieb des Krankenhauses und damit der Versorgung der jährlich 60.000 kleinen Patienten zugute kommen.


Als „Weihnachtsmann“ wird Said seiner Familie in Stade während der Feiertage somit fehlen: „Begeistert ist die Familie natürlich nicht, dass ich über Weihnachten weg bin. Aber sie sehen das Elend, das dort herrscht, ein Elend, das sie selbst erlebt haben. Darum wissen sie, dass das, was wir als RobinAid und auch persönlich dort in Kabul leisten, notwendig, wichtig und richtig ist.“
Doch Jamal Said bringt mehr als sein Wissen und seine Erfahrungen als erfolgreicher Apotheker in der Harburger Rothehaus-Apotheke mit in die afghanische Hauptstadt. Nachdem es ihm bereits im Juli gelungen war, Arzneimittel im Wert von rund 50.000 Euro als Spende für RobinAid und damit für das FMIC zu sammeln, hat der engagierte Apotheker auch auf dieser Reise aus Spenden der Industrie stammende Geräte wie Messzylinder und Feinwaagen sowie dringend benötigte Medikamente im Gepäck, so allein 20.000 Beutel mit Infusionslösung. Außerdem bringt Jamal Said drei Blutzuckermessgeräte mit 600 Teststreife nach Kabul, die der Stader Apotheker Dr. Joachim Gulatz gespendet hat.


Der Hamburger Arzt Dr. Matthias Angrés, Gründer und Initiator von RobinAid: "Wir entsenden regelmäßig Mediziner-Teams nach Kabul, die dort unentgeldlich arbeiten. Dass Herr Said diesen Einsatz über Weihnachten durchführt, ist jedoch etwas ganz Besonderes und rührt uns sehr. Es zeigt aber auch, wie wichtig uns unser Anliegen ist, das sich ausschließlich duch Spenden finanziert. Die Kinder in Afghanistan sind auf diese Spenden und die Einsätze angewiesen."

 

zurück...

 
Zurück