Stiftung RobinAid bietet Lösung für zehn Kabuler Kinder an
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach Medienberichten und nach Informationen der Mülheimer Verwaltung warten in Kabul zehn Kinder auf die Ausreise nach Deutschland, um hier medizinisch behandelt zu werden. Aktuell erhalten sie keine Einreiseerlaubnis, aus Gründen, die RobinAid nicht substanziell bewerten will.
Um die Ungewissheit der Zukunft der offenbar zumeist an Herzkrankheiten leidenden Kinder zu beenden, bietet die Stiftung RobinAid (www.robinaid.de) folgende sehr rasch umsetzbare Lösung unter folgenden Bedingungen an:
1.
Nach Ende des Opferfestes an diesem Montag wird das Mitglied des Medical Board von RobinAid und Ärztlicher Direktor des mit RobinAid verbundenen französischen Kinderkrankenhauses FMIC Kabul, Dr. Alexander Leis, dem deutschen Konsulat in Kabul vorschlagen, die Kinder auf Wunsch der Erziehungsberechtigten im FMIC durch die dort arbeitenden Kinderkardiologen diagnostizieren zu lassen.
2.
Analog der regulären Arbeitsweise von RobinAid wird dann auf der Basis dieser Diagnosen in Zusammenarbeit mit den Kardiologen des FMIC und den für dieses Fachgebiet zuständigen Mitgliedern des Medical Boards von RobinAid (Prof. Dr. med. Sven Dittrich und Prof. Dr. Robert Cesnjevar, Universitätsklinikum Erlangen, sowie Prof. Dr. Armin Wessel und Dr. Thomas Breyman, Medizinische Hochschule Hannover) gemeinsam entschieden, ob die Kinder im FMIC behandelt werden können oder ob sie zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen werden müssen. Das FMIC ist eine „Hightech-Klinik“ nach westlichem Standard und wurde im März diesen Jahres nach dem Internationalen Qualitätsstandard ISO 9001 zertifiziert.
3.
Im FMIC behandelbare Kinder kommen auf die nach medizinischer Indikation (Dringlichkeit) aufgestellte Warteliste für die notwendigen Behandlungen. Für Familien, die sich diese Behandlung nicht leisten können, erfolgt die Finanzierung über das sogenannte „Welfare-Programm“ (Spendenhilfsprogramm), an dem sich alle Partner des FMIC und RobinAid beteiligen.
4.
Sollten Kinder dabei sein, die nicht an Ort und Stelle behandelbar sind, so wird sich RobinAid intensiv bemühen, sie entsprechend der Dringlichkeit ihrer Behandlung in deutsche Kinderherzzentren zu verlegen. Die Finanzierung dieser zumeist sehr teuren und komplexen Eingriffe in den deutschen Kinderherzzentren erfolgt ausschließlich durch Spendengelder. Das nächste RobinAid-Team startet Anfang nächster Woche nach Kabul.
Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Angebots sind:
1.
Die Einhaltung der medizinischen, rechtlichen, ethischen und psychosozialen Standards von RobinAid durch alle Beteiligten in Afghanistan und in Deutschland,
2.
die schriftliche (und amtlich beglaubigte) Zustimmung der afghanischen Erziehungsberechtigen für die Behandlung bzw. Ausreise der Kinder sowie die temporäre Übertragung der Vormundschaft entsprechend der regulären Vorgehensweise des FMIC und RobinAid,
3.
die Unterstützung durch die deutschen und die afghanischen Behörden.
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Die Stiftung RobinAid ist seit Anfang 2009 an dem medizinischen Betrieb des French Medical Institutes for Children (FMIC) in Kabul beteiligt. Als Deutsche Schwester der französischen medizinischen Hilfsorganisation „La chaîne de l´espoir“ unterstützt RobinAid das FMIC durch die Entsendung von Ärzte- und Pflegeteams, die Durchführung von Ausbildungsprogrammen für afghanische Ärzte und Pflegekräfte sowohl in Deutschland als auch in Kabul sowie die Bereitstellung von medizin-technischer Ausrüstung. 2009 wurden im FMIC bisher mehr als 60.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Mit mehr als 2.000 Operationen in den Fachgebieten Kinderchirurgie, Kinderorthopädie sowie Kinderherzchirurgie werden mittlerweile selbst komplexeste Eingriffe erfolgreich durchgeführt. Darüberhinaus bringt RobinAid Kinder, die derzeit noch nicht im FMIC behandelt werden können, zu den notwendigen Eingriffen in ihre deutschen Netzwerkkliniken.
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Über den Fortgang werden wir Sie unterruichten.
Für Rückfragen rufen Sie bitte in unserer Pressestelle BKM entweder Ludwig Rademacher (040 8787950) oder Thomas Immisch (040 8787 7940) an.
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