RobinAid bringt Medizintechnik nach Kabul

RobinAid bringt Medizintechnik nach Kabul

Beiratsmitglied Jamal Said unternimmt erneuten Hilfsflug

 

Stade/Hamburg – „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist einer der Grundsätze der Hamburger Stiftung RobinAid, die schwerkranken und lebensgefährlich verletzten Kindern in Afghanistan hilft. Unter diesem Motto steht auch ein erneuter Hilfsflug des Stader Apothekers Jamal Said, der am Sonnabend von Frankfurt aus nach Kabul gestartet ist. Said ist Mitglied des Medical Board, des Stiftungsbeirats von RobinAid. Am gestrigen Sonntag kam er gut in der afghanischen Hauptstadt an.


Jamal Said, der selbst aus Afghanistan stammt, hat medizinische Geräte und dringend benötigte Medikamente für das Kinderkrankenhaus „French Medical Institute for Children“ (FMIC) im Gepäck, an dessen medizinischem Betrieb RobinAid mit ihrer französischen Schwesterorganisation „La chaîne de l´espoir“ in Kabul beteiligt ist. Der Gesamtwert der Sachspenden liegt bei ca. 25.000 Euro.
Im Einzelnen sind das fünf chirurgische Pressluftbohrer incl. Zubehör für die Kinderorthopädie des FMIC, gespendet von der BG Unfallklinik Hamburg-Boberg, ein EEG–System für die Kinderintensivstation des Krankenhauses, gespendet von dem Hamburger Neurochirurgen Memet Gülbegas, ein Gastroskop für die Notfallambulanz sowie ein CoaguCheck–System (zur Bestimmung der Blutgerinnung) für das Labor des FMIC, beide gespendet von dem Hamburger Internisten Dr. Behrus Subin. Umfangreiche, nicht in Afghanistan oder Pakistan zu beziehende Medikamente, die der Hamburger Allgemeinmediziner Dr. Akbar Barialai sowie verschiedene Pharmafirmen gespendet haben, vervollständigen diese umfangreiche Hilfslieferung.
Unterstützend an der Aktion beteiligt waren auch das Materialwirtschaftszentrum von Airbus in Hamburg-Hausbruch, das die empfindlichen Geräte transportsicher verpackt hat sowie Jan Cordes und Malte Lasch vom DRK–Ortsverein Süsel / Timmendorfer Strand, die Jamal Said und Mostafa Rateb (der Jamal Said auf dem Flug nach Kabul begleitet) mit der kostbaren Fracht am Sonnabend sicher von Hamburg zum Frankfurter Flughafen brachten. Sowohl Airbus als auch das DRK stellten diese Hilfe kostenlos zur Verfügung.


jamal1.jpg In Kabul wird Jamal Said im French Medical Institut for Children (FMIC) für die dort tätigen afghanischen Ärzte und Pflegekräfte eine Fortbildungsreihe über Grundlagen der Pharmakologie, Arzneimittelwirkungen sowie spezielle medikamentöse Therapien (z.B. Konzept einer effizienten Antibiotika-Therapie) halten. Auch wird er die Mitarbeiter der Apotheke des FMIC in Fragen der Arzneimittelbeschaffung, Arzneimittelsicherheit und Aufbewahrung fortbilden sowie selber während der gesamten 10 Tage seines Aufenthaltes in der Krankenhausapotheke mitarbeiten. Jamal Said wird am 21. April wieder nach Deutschland zurückkehren. Der Stader Apotheker war zuletzt über Weihnachten 2009 zu einem Hilfseinsatz im Kinderkrankenhaus in Kabul vor Ort.


Wo Frieden ein Fremdwort ist, sind Kinder die ersten und am schwersten betroffenen Opfer. Ihnen zu helfen, ist das Ziel der Anfang 2009 von dem Hamburger Intensivmediziner Dr. Matthias Angrés gegründeten Stiftung RobinAid. Als unabhängige, gemeinnützige Organisation und deutsche Schwester der französischen medizinischen Hilfsorganisation „La chaîne de l´espoir“ bietet die Stiftung schwerkranken und lebensgefährlich verletzten Kindern aus Armuts-, Kriegs- und Krisengebieten die notwendige medizinische Versorgung. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt zurzeit in Afghanistan. Seit dem schrecklichen Erdbeben zu Beginn dieses Jahres ist RobinAid, gemeinsam mit ihren französischen Kollegen, auch in Haiti im Einsatz.
 

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