Hamburger Arzt holt sechs Kinder zu lebensrettenden Operationen nach Deutschland

Hamburg/Kabul – Wenige Tage vor Weihnachten holt der Hamburger Arzt Dr. med. Matthias Angrés, Vorsitzender und Gründer von RobinAid, sechs schwer kranke und verletzte Kinder aus Afghanistan zu lebensrettenden Operationen nach Deutschland. Er sagt: „Diese sechs Kinder können wir in unserem Kinderkrankenhaus in Kabul nicht heilen. Darum werden unsere Schützlinge in unsere Partnerkliniken in Lübeck, Hannover, Minden und Erlangen gebracht.“
Dr. Angrés holt die Kinder zusammen mit einem Pflegeteam ab und wird am Montag den 21. Dezember zurückkehren. Nach der Landung in Frankfurt werden die sechs Kinder in die vier Kliniken gebracht.Bei den Kindern handelt es sich um den dreijährigen Mohammad Abdullah, der wie der acht Jahre alte Emran zur Herzoperation an die Medizinische Hochschule Hannover kommt. Der vier Jahre alte Mahrabudin wird ebenso wir der fünfjährige Ali Seena im Universitätsklinikum Erlangen am Herzen operiert. RobinAid bringt auch den 13-jährigen Samiullah mit nach Deutschland, dessen schwere Verletzungen aufwändige Operationen an der Universitätsklinik Lübeck erfordern, sowie die an einem Hirntumor erkrankte 14 Jahre alte Sakina, die am Johannes Wesling Klinikum Minden operiert wird.
Dr. Angrés: „Wenn auch die Ärzte in unseren Partner-Kliniken auf ihre Honorare für die Operationen verzichten und unsere Gasteltern die Kinder betreuen, ohne Rechnungen zu stellen, so müssen doch die Kosten, die den Kliniken entstehen, ebenso wie die Flugkosten gezahlt werden. Dafür kommt RobinAid auf. Doch als gemeinnützige und unabhängige Stiftung, die sich ausschließlich aus Spenden finanziert, sind unsere Mittel begrenzt. Diese schmerzliche Grenze wird mir bei jedem Aufenthalt in Kabul bewusst, wenn ich das Leiden der Kinder direkt erlebe. Darum bitten wir die Menschen in Deutschland gerade jetzt zu Weihnachten noch einmal, ihre Herzen zu öffnen und uns mit einer Spende zu unterstützen.“
Die Anfang 2009 gegründete medizinische Hilfsorganisation RobinAid hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern mit schweren Erkrankungen oder lebensgefährlichen Verletzungen aus Armuts-, Kriegs und Krisengebieten den Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung zu schaffen. Außerdem beteiligt sich RobinAid am Aufbau bedarfsgerechter lokaler Krankenhäuser vor Ort, entsendet qualifizierte Ärzte- und Pflegeteams, stellt medizinisches Equipment sowie differenzierte Ausbildungs- und Entwicklungsprogramme zur Verfügung. Daneben bringt RobinAid Kinder, die derzeit (noch) nicht in ihrem Heimatland medizinisch versorgt werden können, zur notwendigen Behandlung nach Deutschland. Schwerpunkt der Arbeit von RobinAid ist zurzeit das seit über 30 Jahren von Krieg und Bürgerkrieg zerrüttete Afghanistan, das weltweit die dritthöchste Kindersterblichkeit aufweist. Um die Arbeit zu optimieren, ist RobinAid eine Partnerschaft mit der weltweit tätigen französischen Hilfsorganisation „La chaîne de l’espoir“ („Kette der Hoffnung“ www.chainedelespoir.org) eingegangen. Kernpunkt dieser Partnerschaft ist die Beteiligung von RobinAid am medizinischen Betrieb des nach europäischen Standards arbeitenden French Medical Institute for Children (FMIC), das „La chaîne de l’espoir“ in der afghanischen Hauptstadt Kabul unterhält. Dort werden jährlich 60.000 kleine Patienten stationär und ambulant behandelt.
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